Junge Juden demonstrieren gegen die AfD

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2018
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Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) hat heute, anlässlich der sich zur selben Zeit inWiesbaden gründenden Gruppierung "Juden in der AfD“, unter dem Motto „AfNee - Diese Alternative istnicht koscher“, demonstriert. Über 400 Menschen sind dem Aufruf der JSUD gefolgt und zum Goetheplatznach Frankfurt am Main gekommen. Neben VertreterInnen bekannter jüdischer Organisationen, wie demZentralrat der Juden in Deutschland, sind auch zahlreiche jüdische Studierende sowie Verbündete aus ganzDeutschland angereist.

In flammenden Reden sprachen sich junge jüdische AktivistInnen gegen die Instrumentalisierung derjüdischen Bevölkerung in Deutschland durch die AfD aus. Gesprochen haben: Die JSUD-Präsidentin DaliaGrinfeld, Mike Samuel Delberg (JSUD-Vizepräsident und Mitglied des Präsidiums von MakkabiDeutschland), Laura Cazes (Vizepräsidentin der European Union of Jewish Students), Alexandra Poljak(Präsidentin des Bundes Jüdischer Studenten in Baden), Michael Ushakov (Leiter des Policy Referats derJSUD), Monty Ott (jüdischer Aktivist) und Hannah Peaceman (Redakteurin der jüdischen Zeitschrift Jalta).

Dalia Grinfeld: „Unsere Kundgebung hat gezeigt, dass die große Mehrheit der Juden in Deutschland klargegen die menschenverachtenden Ideologien der AfD steht! Wir lassen uns nicht von der AfDinstrumentalisieren: Kein Koscher-Stempel für Antisemiten und Rassisten.“

Mike Samuel Delberg: „Wir sind mehr! Wir sind mehr als die Angstmacher dieses Landes! Die jüdischeJugend Deutschlands wird nicht schweigen, wenn das Judentum von der AfD missbraucht wird.“

Michael Ushakov: „Für mich ist die AfD nicht deutsch! Deutsch ist für mich ein stolzer Europäer zu sein,Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen und jedem Menschen mit Würde zu begegnen.“

Laura Cazes: „Wenn Politiker davon sprechen, den völkischen Begriff endlich ‘wieder‘ positiv besetzen zuwollen oder endlich ’wieder’ stolz auf Deutschland sein zu wollen, dann ist das kein Zufall, sondern eineAntithese. Eine Antithese zu dem Prinzip auf dem jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 erst möglichsein konnte: ’Nie wieder!’”